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Klinische Wochenschrift

, Volume 10, Issue 38, pp 1760–1761 | Cite as

Abrodilausscheidung bei Gesunden und Kranken Nieren

  • J. Olivet
Originalien

Zusammenfassung

Die anfängliche Überschüttung der Blutbahn mit einem harnfähigen Stoff, dem Abrodil, führt zu einer konzentrierten Ausscheidung im Laufe der ersten 3 Stunden, dabei tritt im Laufe der ersten Stunde bei Nierengesunden eine leichte Steigerung der Urinmenge auf etwa das Doppelte auf. Die gesunde Niere vermag das Abrodil auf mindestens 3,5–7,8 g % zu konzentrieren. Diese starke Konzentration im Verein mit der anfänglichen Polyurie sind Voraussetzung für kontrastreiche Nierenbeckenbilder bei gesunden Nieren.

Bei den untersuchten Nierenkranken bleibt die Konzentration des Abrodils im Urin ganz erheblich zurück; sie beträgt nur 2–2,8 g % im Höchstfall; hier stellt sich eine kompensatorische Diurese ein, die selbst in mittelschweren Fällen von Schrumpfniere noch eine rasche, hinter den normalen Fällen nicht zurückbleibende Gesamtausscheidung bedingt.

Nur wenn die Konzentration des Abrodils mindestens 2 g % im Urin beträgt, ist überhaupt ein, allerdings nur eben erkennbarer Schatten im Nierenbecken noch zu erwarten.

Literatur

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Copyright information

© Julius Springer und J. F. Bergmann 1931

Authors and Affiliations

  • J. Olivet
    • 1
  1. 1.Inneren Abteilung des Augustahospitals BerlinDeutschland

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