Spektralanalytische und chemische Untersuchungen über den Abbau von Eiweiß durch ultraviolette Strahlen

  • J. P. Becker
  • P. Szendrö
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Bestrahlt man eine sehr verdünnte Eiweißlösung mit ultraviolettem Licht, so ist das Eiweiß nach einiger Zeit durch Fällungsreaktionen nicht mehr nachweisbar. Dementsprechend verschwindet in der Absorptionskurve der Lösung das für Eiweiß charakteristische Maximum bei 280μμ. Diese Erscheinungen sind an die Gegenwart von Sauerstoff gebunden. Bei Bestrahlung in Stickstoff treten sie nicht oder erheblich langsamer ein.

     
  2. 2.

    Die bei der Bestrahlung des Eiweißes entstehenden Abbauprodukte bedingen eine Verstärkung der Gesamtabsorption der Lösung. Sie gehen in das Ultrafiltrat der Lösung über und erteilen dementsprechend auch diesem eine erhöhte Absorptionsfähigkeit.

     
  3. 3.

    Die bei der Bestrahlung der Eiweißlösung stattfindende Zunahme der Fluorescenzfähigkeit beruht nicht auf Dispersitätsvergröberung in der Eiweißphase, sondern sie wird durch die starke Fluorescenz der Abbauprodukte des Eiweißes hervorgerufen. Die Fluorescenzfähigkeit ist am größten, wenn das Eiweiß völlig verschwunden ist.

     
  4. 4.

    Die mit physikalischen Methoden erhaltenen Ergebnisse werden durch quantitative Bestimmung der Stickstoffverteilung auf den fällbaren und den nichtfällbaren Anteil der bestrahlten Eiweißlösung ergänzt.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1931

Authors and Affiliations

  • J. P. Becker
    • 1
  • P. Szendrö
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen Institut der Universität GreifswaldDeutschland

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