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Untersuchungen zur DuplizitÄtstheorie

III. Mitteilung. Die angeborene, familiÄr-erbliche, stationÄre (idiopathische) Hemeralopie
  • Walter Dieter
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Zusammenfassung

Dieangeborene (totale)Hemeralopie wird als einestationÄre „physiologische“ Anomalie der dem DÄmmerungssehen dienenden Organe beschrieben; die typischen FÄlle zeichnen sich nicht nur durch familiÄre Vererbung, sondern auch durch solche in mehreren Generationen aus.

Die nach physiologischen GrundsÄtzen durchgeführte Analyse legt die Auffassung nahe, da\ der„Tagesapparat“ in deutlicher Isolierung völlig normal funktioniert. DieVerteilung der Reizwerte stimmt für diese Hemeralopen mit grö\ter AnnÄherung mit den„Tageswerten“ des normalen Auges überein und istunabhÄngig vom Adaptationszustand des Sehorganes und der IntensitÄt der Lichter (EinschrÄnkung des Gebietes und der Breiteder Adaptation von unten, Fehlen des Purkinjeschen PhÄnomens, der nachlaufenden Bilder, des farblosen Intervalles usw.), d. h.die Besonderheiten des „DÄmmerungssehens“ werden bei diesen Sehorganen völlig vermi\t, sie bilden hierdurch einGegenbeispiel zur angeborenen totalen Farbblindheit und durch ihreEindeutigkeit eine weitere und ganz besonders beachtlicheStütze der DuplisitÄtstheorie, d. h. der Schlu\ scheint mindestens berechtigt, da\ die vorgebrachten Tatsachen allein schon zur Annahme einer Doppelfunktion der Netzhaut zwingen mü\ten, denn das, was bisher Problem war, ist in einen sicheren und eindeutigen Befund verwandelt.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1929

Authors and Affiliations

  • Walter Dieter
    • 1
  1. 1.Kiel

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