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Über den Einfluß hoher Drucke auf Gewebekulturen

  • J. Benthaus
Article

Zusammenfassung

Nach Drucken über 1850 Atm. 15 Min. verlieren Herzstücke von Hühnerembryonen ihre Fähigkeit zum fibroblastischen Wachstum in vitro. In dem Bereich zwischen 1000 und 1850 Atm. macht sich eine mit steigendem Druck zunehmende Wachstumshemmung bemerkbar. Unterhalb dieses Bereichs konnte keine Beeinflussung des Wachstums festgestellt werden. Die Wachstumshemmung kann an der Verspätung des Wachstumsbeginns, an dem Kleinerbleiben der Wachstumszone und an der geringeren Dichte des neugebildeten Gewebes beobachtet werden. Die Verspätung wird auf eine vorübergehende Funktionsschädigung der Zellen zurückgeführt, die anderen Hemmungserscheinungen auf die tödliche Schädigung einer mehr oder minder großen Zahl der Zellen im Mutterstück. — Die Zellen zeigen nach der Druckbehandlung eine Tendenz zur Abkugelung, die Kerne schrumpfen und werden pyknotisch. Bis zu einem gewissen Grade sind diese Erscheinungen als reversibel anzusehen. Bei der Abkugelung der Zellen tritt durch das Einziehen der Plasmodesmen eine Auflösung des Gewebsverbandes ein. Die Zellen werden durch die gallertige Konsistenz des Mediums in ihren Reaktionsbewegungen auf Druck gehemmt.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1938

Authors and Affiliations

  • J. Benthaus
    • 1
  1. 1.Physiologischen und Anatomischen Institut der Universität BonnDeutschland

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