Beobachtungen zur Plastizität des Nervensystems bei langschwänzigen Krebsen (Hummer, Flußkrebs)

  • Heinrich Kühl
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Es wird das Verhalten von beinlosen langschwänzigen Krebsen bei der Fortbewegung beschrieben.

     
  2. 2.

    Es ließen sich die Gangarten feststellen:

     
  1. a)

    Das Tier bewegt sich langsam mit Hilfe seiner 3. Kieferfüße vorwärts. Diese werden dabei abwechselnd in den Sand eingesetzt.

     
  2. b)

    Bei der zweiten Gangart werden die 3. Maxillipeden gleichzeitig in den Boden eingesetzt, sie stoßen nun das Tier heftig ab. Die Schwimmfüße schlagen sehr stark und das Tier „schwimmt“ in einem flachen Bogen durch das Wasser (Abb. 1).

     
  3. c)

    Bei dem 3. Gangmodus werden die 3.Maxillarfüße in den Boden gesetzt und das Abdomen herangezogen, dann wird das Abdomen in den Boden gestemmt und das Tier streckt sich wieder nach vorn (Abb. 2).

     
  4. 3.

    Beim Umdrehreflex werden statt der Beine die 3. Kieferfüße benutzt.

     
  5. 4.

    Ein frisch gehäuteter Krebs, ein Butterkrebs, bewegt sich ganz anders vorwärts als ein normaler, da noch alle Beine weich sind. Alle Beine arbeiten gleichsinnig in einer elliptischen Bahn von hinten nach vorn und bewegen so das Tier vorwärts.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1933

Authors and Affiliations

  • Heinrich Kühl
    • 1
    • 2
  1. 1.Biologischen Anstalt HelgolandDeutschland
  2. 2.Institut für Umweltforschung in HamburgDeutschland

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