Studien über die Blutesterase

  • Ryokichi Tsuji
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Adrenalin vermag nur in sehr hohen Dosen (40–400 mg auf 100 ccm Serum) das Tributyrin- und Acetylcholinspaltungsvermögen des Blutserums in vitro zu hemmen. In vivo läßt sich nach subcutaner und intravenöser Injektion von Adrenalin, nach schmerzhafter Hautreizung, nach Nebennierenreizung und Vagusreizung sowie nach intravenöser Injektion von Cholin beim Kaninchen eine von Blutentnahme zu Blutentnahme zunehmende geringfügige Abnahme der Esterspaltung durch das Serum beobachten. Diese Abnahme ist nicht durch die genannten Eingriffe bedingt, da sie im gleichen Ausmaße auch auftritt, wenn ohne sonstigen Eingriff nur die Blutentnahmen vorgenommen werden.

     
  2. 2.

    Die Größe der Abschwächung des Esterspaltungsvermögens des Serums bei fortgesetzter Entnahme von Blutproben ist abhängig von der Größe der vorangehenden Blutentnahme; sie wächst mit dieser. Die Ausschaltung des Lymphstromes zum Blut durch Unterbindung der Anonymae bewirkt eine der Änderung der Hämatokritwerte parallel gehende Zunahme der esterspaltenden Fähigkeit des Blutes. Der Esterasegehalt der reinen Ductuslymphe ist wesentlich geringer als der des Blutserums. Die unter 1 beobachtete Abnahme der Esterspaltung im Blutserum ist daher dadurch zu erklären, daß nach jeder Blutentnahme esterasearme Lymphe in größerer Menge in die Blutbahn gelangt und den Esterasegehalt des Blutes fortschreitend herabsetzt.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1933

Authors and Affiliations

  • Ryokichi Tsuji
    • 1
    • 2
  1. 1.Nagoya
  2. 2.Physiologischen Institut der Universität InnsbruckÖsterreich

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