Vergleichende Untersuchungen über die Permeabilität pflanzlicher Protoplasten für Anelektrolyte

  • Walther Wilbrandt
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Ausgehend von der Frage, ob die vonHöfler undStiegler berichteten auffallenden Unterschiede in der Harnstoffpermeabilität verschiedener Pflanzenzellen Teilerscheinungen genereller oder differenzierter Permeabilitätsunterschiede sind, wurden vergleichende Permeabilitätsuntersuchungen an 3 pflanzlichen Zellarten angestellt. 8 Nichtleiter: Glycerin, Glykol, Pinakonhydrat, Succinimid, Acetamid, Methylharnstoff, Biuret, Harnstoff wurden mit der grenzplasmolytischen Methode auf ihre Permeationsfähigkeit geprüft und miteinander verglichen.

     
  2. 2.

    Die 3 Zellarten zeigen bedeutende Unterschiede, sowohl was die durchschnittliche Permeabilität als auch was die Reihenfolge der einzelnen Permeationsfähigkeiten betrifft.

     
  3. 3.

    Die Differenzen in der Reihenfolge sind weder mit der Lipoidtheorie, noch mit der Porentheorie, noch mit der kombinierten Lipoidfiltertheorie unter Annahme eines einheitlichen Zellhautlipoids zu erklären.

     
  4. 4.

    Es heben sich 3 Gruppen von Stoffen heraus, deren jede in sich einheitlich, verglichen mit den anderen divergierend, bezüglich ihrer Permeationsfähigkeiten von Zelle zu Zelle wechseln.

     
  5. 5.

    Die zusammengehörigen Stoffe sind nicht physikalisch, sondern chemisch durch gleiche Gruppen miteinander verwandt.

     
  6. 6.

    Das gruppengebundene Wechseln der Permeationsfähigkeit wird gedeutet durch gruppengebundene Löslichkeitsbeziehungen zu den von Zelle zu Zelle wechselnden Lipoidarten.

     

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© Verlag von Julius Springer 1933

Authors and Affiliations

  • Walther Wilbrandt
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität KielDeutschland

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