Der Herztonus unter dem Einfluß von Adrenalin und Acetylcholin

  • W. Tomaszewski
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Zusammenfassung

Um festzustellen ob Adrenalin und Acetylcholin den Tonus des Herzens beeinflussen, wird an Katzen und Kaninchen Herzvolumen und Herzschlagvolumen mittels Plethysmograph und dazu arterieller und venöser Blutdruck optisch registriert. Die Hormone werden teilweise in den linken Vorhof, teilweise in die Vena jugularis injiziert. Beide Injektionsorte geben die gleichen Resultate. Adrenalin in schwachen Dosen erhöht nur den arteriellen Blutdruck; nach größeren Dosen nimmt das Herzvolumen und ebenso der venöse Druck zu. In einigen Fällen erzeugte Adrenalin Blutdrucksenkung, und damit ging Verkleinerung des Herzvolumens einher. Acetylcholin vermindert den arteriellen Druck und auch das Herzvolumen.

Es sind keine Anhaltspunkte dafür vorhanden, daß Adrenalin primär den Herztonus beeinflußt. Die beobachteten Veränderungen des Herzvolumens und des Herzschlagvolumens sind vielmehr als Konsequenz der arteriellen und venösen Blutdruckveränderungen aufzufassen. Bei 3 Kaninchen erzeugte Adrenalin, entgegen dem allgemeinen Befund, Blutdrucksteigerung mit Verkleinerung des Herzvolumens. Dies könnte im Sinne einer tonussteigernden Wirkung des Adrenalins auf das Herz gedeutet werden. Am überlebenden Herzen nachLangendorff hingegen scheint Adrenalin umgekehrt, nämlich im Sinne einer diastolischen Erschlaffung zu wirken.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1936

Authors and Affiliations

  • W. Tomaszewski
    • 1
    • 2
  1. 1.Poznan
  2. 2.Physiologischen Institut der Universität LausanneSchweiz

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