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Die Blntversorgung des Muskels bei aktiver Dauerverkürzung

  • Hermann Rein
  • Otto Mertens
  • Max Schneider
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Es werden Versuche beschrieben, welche eindeutig zeigen, daß während langdauernder stärkster Muskelkontraktion eine „mechanische Unterbindung“ des Muskelblutstromes nicht vorkommt.

     
  2. 2.

    Der Muskel deckt seinen Bedarf vielmehr durch Eröffnung seines Gefäßnetzes, unter Umständen bei noch fortbestehender Kontraktion.

     
  3. 3.

    Wenn man durch mechanische Drosselung des arteriellen Zustromes auf der Höhe maximaler Kontraktion die Befriedigung des Blutmehrbedarfes unmöglich macht, versagt der Muskel.

     
  4. 4.

    Nach solcher störender Drosselung ist im kontrahierten Muskel sogar eine „reaktive Hyperämie“ möglich.

     
  5. 5.

    Das Verhalten von Muskel-Mechanogramm und Durchblutungsbild ist in einschneidender Weise von der Frequenz der verwendeten Reizströme abhängig. Dabei läßt sich zeigen, daß das mechanische Verhalten des Muskels in keiner Weise den Gang der Durchblutung bestimmt, daß vielmehr beide von gemeinsamen inneren Ursachen, vermutlich vom Chemismus der Muskelerregung, abhängen.

     
  6. 6.

    Der Gang der Muskeldurchblutung ist unter physiologischen Verhältnissen nicht durch die mechanischen Vorgänge bei der Muskelkontraktion bestimmt. Wir müssen an der von uns zuerst geäußerten Ansicht festhalten, daß er vielmehr ein Ausdruck ist für chemische, möglicherweise auch thermische Vorgänge im Inneren des Muskels. Welcher Art diese Vorgänge sind, darüber sollen nachfolgende Arbeiten berichten.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1935

Authors and Affiliations

  • Hermann Rein
    • 1
  • Otto Mertens
    • 1
  • Max Schneider
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut GöttingenDeutschland

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