Über den Einfluß des weiblichen (Sexual-)Hormons Menformon auf das Federkleid der Vögel

  • J. Freud
  • S. E. de Jongh
  • Ernst Laqueur
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Weibliches (Sexual-) Hormon Menformon erzeugt bei Hühnern und Fasanen eine Verschiebung des Federkleides nach der weiblichen Richtung, einerlei ob die Tiere Kastrate beider Geschlechter oder normale Männchen sind.

     
  2. 2.

    Die Wirksamkeit des Hormons ist von versuchstechnischen Bedingungen abhängig, kann aber bei geeignetem Verfahren auch mit krystaüinischen Präparaten des höchsten bisher bekannten, vielleicht völligen Reinheitsgrades erzielt werden.

     
  3. 3.

    Männliches und weibliches Hormon beeinflussen jedes seine eigene Gruppe von sekundären Geschlechtsmerkmalen, auch wenn diese sich an demselben Individuum befinden. Es konnte auf hormonalem Wege, durch gleichzeitige Gabe von männlichem und weiblichem Hormon, beide aus dem Harn von Männern gewonnen, ein wahrer Gynandromorphismus erzielt werden.

     
  4. 4.

    Die Hennenfedrigkeit des Sebright-Hahnes ist wahrscheinlich auch ein Effekt des normalerweise vorhandenen Menformons.

     
  5. 5.

    Die artunspezifische, aber spezifisch weibliche Wirkung des Ovarialhormons Menformon konnte an den Federn der Vögel in unzweideutiger Weise gezeigt werden, und somit ist die Abhängigkeit des Federtypus von diesem Hormon normalerweise aus dem Ovarium herrührend bewiesen.

     

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© Verlag von Julius Springer 1930

Authors and Affiliations

  • J. Freud
    • 1
  • S. E. de Jongh
    • 1
  • Ernst Laqueur
    • 1
  1. 1.Pharmako-therapeutischen Laboratorium der Universität Amsterdamdie Niederlande

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