Advertisement

Über die Polarisation in Geweben

III. Mitteilung. Die Polarisation im Nerven II
  • H. Lullies
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Bei Messung des Widerstandes eines Froschischiadicus mit Wechselströmen verschiedener Frequenzen nimmt sowohl der Wirkwie der Blindwiderstand bei Überschreiten der Reizschwelle durch die Meßströme ab.

    Die Größe der Abnahme bei verschiedenen Stromstärken ist etwa proportional der Größe der am Endquerschnitt des Nerven auftretenden negativen Schwankung des Ruhestromes.

    Der Effekt nimmt bei der angewandten Meßtechnik mit zunehmender Frequenz ab und ist bei 500 Hertz wohl infolge rascher Ermüdung des Nerven nicht mehr deutlich nachweisbar.

    Er ist zurückzuführen auf eine Abnahme der Polarisation im Nerven durch Vorgänge, die sich bei der Erregung abspielen.

     
  2. 2.

    Wirk- und Blindwiderstand des frei in einer feuchten Kammer befindlichen Froschischiadicus nehmen für sämtliche Frequenzen mit der Zeit ab. Diese Veränderungen werden über mehrere Tage verfolgt. Ihre Abhängigkeit von Frequenz und Zeit wird gleichzeitig mit der Schwellenstromstärke für eine niedrige Frequenz graphisch dargestellt.

    Nach 4×24 Stunden ist bei Zimmertemperatur die ursprüngliche Polarisation des Nerven praktisch verschwunden und die Erregbarkeit erloschen. Etwas abweichend verhalten sich die Hochfrequenzwiderstände. Ein späteres erneutes Ansteigen des Widerstandes erfolgt in nahezu gleichem Betrage für alle Frequenzen ohne Änderung der Polarisation.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1930

Authors and Affiliations

  • H. Lullies
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität KönigsbergDeutschland

Personalised recommendations