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Über die Polarisation in Geweben

II. Mitteilung. Die Polarisation im Nerven I
  • Hans Lullies
Article

Zusammenfassung

Es werden Messungen des Widerstandes und der Polarisationskapazität des Froschnerven mit Wechselströmen verschiedener Frequenzen (30–300000 Hertz) ausgeführt. Das Verhalten des Nerven kann durch ein einfaches Schema beschrieben werden: Er verhält sich wie einePolarisationsksapsizität c mit unpolarisierbarem Nebenschluß w1, beide in Serie liegend mit einem weiteren Ohmschen Widerstandw.

Die polarisierbaren Schichten scheinen, wie bei der Haut, sich aus 2 Anteilen zusammenzusetzen. Der eine Bestandteil hat mehr den Charakter unangreifbarer, der andere mehr den umkehrbarer Elektroden.

Messungen verschieden langer Strecken des gleichen Nerven ergeben, daß Polarisationskapazität und Widerstandsvermehrung gegenüber dem Hochfrequenzwiderstand verhältnismäßig unabhängig sind von der Streckenlänge, also in der Hauptsache im Eintrittsquerschnitt des Stromes ihren Sitz haben. Die Polarisation beginnt bereits in den äußersten Schichten des Nerven, ohne aber sehr vollständig zu sein, wie der Nebenschluß w1 zur Kapazität besagt. In der Längsrichtung wirkende unpolarisierbare Nebenschlüsse zu obigem Schema machen sich erst bei kurzen Nervenstrecken bemerkbar, um so früher je niedriger die Frequenz.

Es wird versucht, zahlenmäßige Angaben über die Größe der einzelnen Komponenten zu machen.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1930

Authors and Affiliations

  • Hans Lullies
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität KönigsbergDeutschland

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