Weitere Untersuchungen zur Physiologie des Höhenklimas

  • A. Loewy
  • Wittkower
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Zusammenfassung

Ein schneller Übergang um 1000 m zu Höhen von 2450–2650 m übt vielfache bisher wenig oder nicht studierte Wirkungen aus, auch wenn während der Untersuchungen die Höhenstrahlung ausgeschlossen ist und Temperatur und Feuchtigkeit der Luft den in der tieferen Höhenlage angeglichen werden. Abgesehen von der individuell verschiedenen Beeinflussung des Blutdruckes zeigte die Haut überwiegend Abweichungen in ihrer Reaktion auf mechanische und chemische Beize, die Tastempfindung war bei der Mehrzahl der Untersuchten herabgesetzt. Ebenso waren die Sehnen- und Gelenkreflexe in einem Drittel der Beobachtungen abgeschwächt. Bei der Hälfte der Versuchspersonen war die mechanische Nervenerregbarkeit gesteigert.

Auf dem Gebiete der Atmung war der pneumatometrische Druck in der Höhe geringer geworden, das Zwerchfell zeigte zwischen maximaler Ein- und Ausatmung in der Höhe eine weniger ausgiebige Exkursion als unten. Aus Röntgenaufnahmen an Kaninchen war zu entnehmen, daß bei an die Höhe akklimatisierten Tieren der Zwerchfellstand der gleiche war wie 1000 m tiefer, daß jedoch unmittelbar nach Erreichen der Höhe das Zwerchfell deutlich höher stand als an dem tieferen Aufenthaltsort. Dementsprechend waren die intrapleuralen Druckwerte im letzteren Fall erniedrigt, jedoch in der Höhe und Tiefe gleich, wenn sie erst nach 8tägigem Aufenthalt der Versuchstiere in der Höhe bestimmt wurden.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1934

Authors and Affiliations

  • A. Loewy
    • 1
  • Wittkower
    • 1
    • 2
  1. 1.Schweizerischen Forschungsinstitut für Hochgebirgsklima und Tuberkulose in DavosDavos
  2. 2.Berlin

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