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über die Bedeutung der K-Ionen für den Tonus des quergestreiften Skelettmuskels

III. Mitteilung. Die Beziehungen der Erregungscontractur zum Gehalte der Muskeln an gebundenem Kalium
  • S. M. Neuschlosz
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Ähnlich wie bei zentral bedingten tonischen Contracturen (Tetanusstarre) lÄ\t sich auch bei der durch Cholin oder Acetylcholin verursachten Erregungscontractur des quergestreiften Muskels eine Vermehrung des gebundenen Kaliums in der contractilen Substanz feststellen. Durch diese Feststellung gewinnt die Anschauung an Wahrscheinlichkeit, da\ tonische Erregungen des Zentralnervensystems ihren Weg zum Skelettmuskel über die rezeptive Substanz nehmen.

     
  2. 2.

    Bei der Reversion der Erregungscontractur durch Auswaschen der Giftsubstanz mit reiner Ringerlösung und mittels rhythmischer Reizung des Muskels wird auch die Kaliumbindung rückgÄngig gemacht.

     
  3. 3.

    Wird das Auftreten der Erregungscontractur durch Vorbehandlung des Muskels mit Atropin verhindert, bleibt auch die Vermehrung des gebundenen Kaliums infolge der Cholinwirkung aus.

     
  4. 4.

    Nach Vorbehandlung des Muskels mit Novocain oder einer Ringerlösung mit zehnfach erhöhtem Gehalte an CaCl2 bleibt die Muskelverkürzung infolge der Cholinwirkung ebenfalls aus. Die Vermehrung des gebundenen Kaliums tritt aber in diesen FÄllen ebenso ein wie bei der Erregungscontractur nicht vorbehandelter Muskeln. Hieraus wird geschlossen, da\ die Vermehrung des gebundenen Kaliums, wenn auch unentbehrlich, immerhin nicht die alleinige Bedingung für das Auftreten tonischer Muskelverkürzungen darstellt. Es mu\ vielmehr angenommen werden, da\ dieselben auch von dem jeweiligen Zustande der Muskelkolloide abhÄngen.

     
  5. 5.

    Eine Lactacidogenspaltung tritt bei der Erregungscontractur nicht auf, wodurch sich diese prinzipiell von den physiologischen SÄurecontracturen unterscheidet. Nach dem heutigen Stande unserer Kenntnisse ist es am wahrscheinlichsten, da\ die erhöhte Kaliumbindung seitens der contractilen Substanz eine ZustandsÄnderung der betreffenden Kolloide herbeiführt, welche sich als Contractur Äu\ert.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1925

Authors and Affiliations

  • S. M. Neuschlosz
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Medizinischen FakultÄt Rosario de Santa FéArgentinien

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