Klinische Wochenschrift

, Volume 10, Issue 24, pp 1110–1114 | Cite as

Pyramidon und Wasserhaushalt

  • D. Scherf
Originalien

Zusammenfassung

In 84 % der 5 Tage hindurch mit Pyramidon behandelten Kranken mit und ohne Kreislaufstörungen trat eine Wasser- und Kochsalzretention, verbunden mit einem Anstieg des Körpergewichtes auf, der das Ausmaß von 1/2 kg überstieg. Ein deutlicher Zusammenhang zwischen Grad der Kreislaufstörung und Stärke der Wasserretention war nicht zu finden. Nach Aussetzen der P.-Aufnahme wurden das zurückgehaltene Wasser und Kochsalz ausgeschieden, das Körpergewicht nahm ab. In der Art der Wasserretention während und nach der P.-Aufnahme zeigten die einzelnen Kranken, besonders die dekompensierten Kreislaufkranken, verschiedene Besonderheiten, die besprochen werden. Das P. hemmt die Digitalis- und die Purinkörperdiurese; eine kurze P.-Vorbehandlung hemmt auch bei der Mehrzahl der Fälle die Salyrgan-(Novurit-)Diurese. Dabei wird die Wasserauscheidung mehr gehemmt, als die Kochsalzausscheidung. Eine Entscheidung darüber, ob es sich um eine direkte Gewebsoder zentral-nervöse Wirkung handelt, konnte noch nicht getroffen werden. Die praktisch wichtigen Schlußfolgerungen aus diesen Beobachtungen werden kurz besprochen.

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Copyright information

© Julius Springer und J. F. Bergmann 1931

Authors and Affiliations

  • D. Scherf
    • 1
  1. 1.I. Med. Universitätsklinik WienÖsterreich

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