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Über die Vergleichung von Helligkeiten bei binokularer und monokularer Beobachtung

I. Mitteilung. Versuche bei fovealer Beobachtung
  • Franz Lippay
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Bei drei Versuchspersonen wurde in zahlreichen Versuchen gefunden, daß, bei fovealer Beobachtung und im helladaptierten Zustande, Helligkeitsdifferenzen binokular nicht besser erkannt werden als monokular. — Dieses Resultat steht im Widerspruch mit älteren Beobachtungen, nach denen die binokulare U.E. für Lichtintensitäten etwa zweimal so groß ist wie die monokulare.

     
  2. 2.

    Es wird versucht, die Abweichung der Ergebnisse darauf zurückzuführen, daß in den hier geschilderten Versuchen nurfoveal, in den früheren Versuchen dagegen mehr oder weniger auch peripher beobachtet wurde.

     
  3. 3.

    Aus den bis jetzt gewonnenen Erfahrungen scheint vorläufig so viel hervorzugehen, daß zwischen den Netzhautzentren und den Netzhautperipherien beider Augen (oder wie man vielleicht mit einigem Rechte auch sagen dürfte, zwischen den Hellapparaten und den Dunkelapparaten beider Augen) — wenigstens was die Erkennung von Helligkeitsunterschieden betrifft — eine andere funktionelle Verbindung besteht, indem die ersteren sich nicht oder fast nicht, die letzteren aber sich sehr erheblich unterstützen.

     

Die Entscheidung darüber, ob diese Mutmaßung richtig ist, muß weiteren experimentellen Untersuchungen vorbehalten bleiben.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1927

Authors and Affiliations

  • Franz Lippay
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität WienÖsterreich

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