Beobachtungen am Froschherzen nach beiderseitiger Vagosympathicus-Durchschneidung

  • L. Haberlandt
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Zusammenfassung

In 86 Versuchen mitdoppelseitiger Vagosympathektomie am Frosche (in leichter Äthernarkose) hat sich ergeben, daß bei diesen Tieren (großen Esculenten) in der Mehrzahl der Fälle ein verschieden stark ausgeprägter, überwiegenderVagustonus besteht (47 Fälle), viel seltener ein schwacher, dominanterSympathicustonus (13 bzw. nur 6 Fälle; s. S. 611); in 26 Fällen war kein manifester Herznerventonus nachweisbar.

In 10 Versuchen wurde in Bestätigung der Ergebnisse früherer Forscher beobachtet,daβ an den bereits stillstehenden Herzen nach faradischen Vagosympathicusreizungen neuerliche Pulse auftreten können; in einem Versuch war dies noch 7 1/2 Tage nach der Nervendurchschneidung der Fall, in einem anderen hielten die durch Vagosympathicusreizung wieder hervorgerufenen Sinus-Vorhof-Pulse über 24 Stunden lang an.

Die Erklärung dieser Befunde muß nach den Untersuchungen vonDemoor und mir über einen hormonalenHerzerregungsstoff dahin gegeben werden,daβ durch die Sympathicusreizung bzw. durch die dabei sich bildende Loewische Acceleranssubstanz die neuerliche Entstehung des Herzautomatiestoffes innerhalb der spezifischen Muskulatur weitgehend begünstigt wird, so daß eine Wiedererweckung der Herztätigkeit eintritt.

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© Verlag von Julius Springer 1927

Authors and Affiliations

  • L. Haberlandt
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität InnsbruckÖsterreich

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