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Die Vitalfärbung von Opalina ranarum mit Säurefarbstoffen und ihre Beeinflussung durch Narkoticum

  • Wilhelm Hertz
Article

Zusammenfassung

Opalinen färben sich mit diamylaminunlöslichen Säurefarbstoffen au\erhalb des Froschdarmes in Ringerlösung nur bei Zusätzen von bestimmten organischen Substanzen. Hierfür kommen wahrscheinlich Eiwei\ oder eiwei\ähnliche Körper in Betracht.Die erwähnte Färbung ist durch Narkoticum vollständig zu hemmen. Dagegen färben sich die Infusorien auch in reiner Ringerlösung in nicht langer Zeit mit diamylaminlöslichen sauren und basischen Farbstoffen. Diese Färbung ist durch Narkoticum nicht zu hemmen oder anderweitig zu beeinflussen. Nur bei Neutralrot konnte wegen der Indicatoreigenschaft des Farbstoffes kein sicheres Resultat erzielt werden. Auch die Reaktionsverhältnisse im Zellinnern ergaben kein einheitliches Bild. Es kann somit der H-Ionenkonzentration im Zellinnern für die vorliegenden Versuche nicht der Einflu\ auf die Vitalfärbung eingeräumt werden, wie ihn dieBeihesche Theorie fordert. Dagegen berechtigen die erprobten Bedingungen, unter denen Opalinen diamylaminunlösliche Säurefarbstoffe aufnehmen und die Hemmung dieser Färbung durch Narkoticum sehr wohl zu derHöberschen Annahme, da\ es sich hier um einen aktiven Zellvorgang handelt, der noch nicht näher geklärt ist. Mit dieser Vorstellung und den übrigen Ergebnissen mit diamylaminlöslichen sauren und mit basischen Farbstoffen steht auch die modifizierte LipoidtheorieNirensteins im besten Einklang.

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© Verlag von Julius Springer 1922

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Hertz
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität KielDeutschland

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