Über die biologische Reduktion aromatischer NitroVerbindungen

  • Werner Lipschitz
  • Joseph Osterroth
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Die früher beschriebene m-Dinitrobenzolreduktionsmethode zur Verfolgung von Zelloxydationen beruht auf Reduktion von beigemischtem o-Dinitrobenzol; dieses wird nun zweckmäßig in reiner Form verwendet. Die wesentlichen früher gewonnenen Befunde werden bestätigt: Zeitkurve, Narkosekurve, Bedeutung des Atmungskörpers (Meyerhof), HCN-Wirkungskurve.

     
  2. 2.

    Die vonWaterman undKalff behauptete Verunreinigung durch Thiophenderivate als Ursache der von uns angegebenen Violettfärbung durch Alkalien liegt nicht vor; diese wird durch (thiophenfreies) o-Nitronitrosobenzol verursacht.

     
  3. 3.

    o-Dinitrobenzol ist biologisch sehr leicht reduzierbar, erheblich schwerer die p-Verbindung; reinstes m-Produkt wird durch atmende Zellen äußerst langsam reduziert; es wird über das gleichfalls sehr schwer reduzierbare m-Nitronitrosobenzol in das gelbe methämoglobinbildende m-Nitrophenylhydroxylamin und schließlich in m-Nitranilin verwandelt.

     
  4. 4.

    Die Verwendung des vonBieling angegebenen Nitroanthrachinon, das biologisch zu dem roten Aminoanthrachinon reduziert wird, ergibt prinzipiell gleichartige Resultate wie o-Dinitrobenzol; sie sind aber mitunter schwieriger quantitativ auswertbar. Auch Aminoanthrachinon stellt kein gegenüber Muskelzellen stabiles Endprodukt dar. Die HCN-Empfindlichkeit der Nitroanthachinonreduktion scheint geringer als die der o-Dinitrobenzolreduktion.

     

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© Verlag von Julius Springer 1924

Authors and Affiliations

  • Werner Lipschitz
    • 1
  • Joseph Osterroth
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen Institut der Universität Frankfurt a. M.Bundesrepublik Deutschland

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