Über die Ursache der Digitalisgiftfestigkeit des Krötenherzens

  • B. v. Issckutz
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Am Krötenherzen wirken die Digitalisglycoside 20–50 mal schwächer als an Froschherzen. Betreffs der Calciumempfindlichkeit zeigen die zwei Herzarten keinen solchen Unterschied.

     
  2. 2.

    Die negativ chronotrope und dromotrope Wirkung der Digitaliskörper auf die Krötenherzen ist ausgesprochener. Die starke Abnahme der Frequenz verzögert die Entwicklung der systolischen Contractur, manchmal kommt sogar das Herz auf der Höhe der negativ chronotropen und dromotropen Wirkung in diastolischen Stillstand; häufiger tritt aber der systolische Stillstand ein.

     
  3. 3.

    Zwischen Calcium- und Digitaliswirkungen ist derselbe Zusammenhang auch an Krötenherzen wie an den Esculentenherzen vorhanden.

     
  4. 4.

    Die Erschöpfungsversuche zeigen, daß die Krötenherzen aus den konzentrierten Glycosidlösungen wesentlich nicht mehr aufnehmen als die Froschherzen aus den 20–50 mal verdünnten Lösungen. Die Giftfestigkeit des Krötenherzens wird hauptsächlich durch diese verminderte Permeabilität des Herzmuskelsarkolemms verursacht.

     
s

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1923

Authors and Affiliations

  • B. v. Issckutz
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen Institut der kgl. ungar. Franz-Josef-Universität SzegedinUngarn

Personalised recommendations