über die kolloidchemischen Vorgänge bei der Hämolyse

  • E. von Knaffl-Lenz
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Die indifferenten Narkotika bewirken in nicht hämolytischen Konzentrationen eine Verkleinerung des Blutkörperchen-volumens, die auf eine Entquellung des Protoplasmas zurückzufühien ist. Die Hemmung der durch Hypotonie verursachten Hämolyse ist dadurch bedingt.

     
  2. 2.

    Die Ursache der Cytolyse (Hämolyse) durch Narkotika in höherer Konzentration, Wärme und Hypotonie ist eine einheitliche. Sie beruht in einer Zustandsänderung der Protoplasmakolloide (Quellung).

     
  3. 3.

    Der Angriffspunkt zytolytischer Agenzien ist nicht in die Membran, sondern ins Protoplasma zu verlegen.

     
  4. 4.

    Die Annahme einer lipoiden Umhüllung der Zellen ist nicht berechtigt. Sie ist auch nicht zur Erklärung des leichten und raschen Eintrittes fettlöslicher Stoffe in die Zelle notwendig. Es ist vielmehr wahrscheinlich, dass die Zellen von einer Eiweissmembran (Haptogenmembran) begrenzt sind.

     

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© Verlag von Julius Springer 1918

Authors and Affiliations

  • E. von Knaffl-Lenz
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen Institut der Universität WienÖsterreich

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