Chemische Reizung und chemische Kontraktur des quergestreiften Muskels

  • Josef Wilmers
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Beim partiellen Eintauchen eines Muskelteils in Lösungen, welche fibrilläre Zuckungen erzeugen (isotonische Natriumoxalatlösung, Natriumphosphatgemisch), zeigte auch der nicht eintauchende Teil die Zuckungen in deutlichster Weise. Tetanoide Fusspunktserhöhungen übertrugen sich ebenfalls auf den nicht eintauchenden Teil.

     
  2. 2.

    Lösungen resp. Dämpfe, welche glatte Kontrakturen ohne aufgesetzte fibrilläre Zuckungen bewirken, üben ihren Einfluss nur auf den eintauchenden Teil des Muskels aus (Säuren, Laugen, Alkohole, Chloroform, Froschsekret und Galle).

     
  3. 3.

    Eine Anzahl von Substanzen bewirken neben fibrillären Zuckungen Kontrakturen, welche sich analog 2 nicht auf den nicht eintauchenden Teil übertragen (zehnfache Ringer-Lösung, Natriumcitratlösung und Natriumsulfatlösung).

     

Hieraus wird geschlossen, dass diejenigen Substanzen, welche fibrilläre Zuckungen und bei schneller Folge derselben Fusspunktserhöhungen in beiden Muskelteilen erzeugen, einen richtigen Erregungsvorgang im Muskel hervorrufen, während die Substanzen, welche eine glatte Dauerkontraktur erzeugen, ohne Zwischenschaltung eines Erregungsvorganges unmittelbar auf die kontraktilen Elemente ihre Wirkung entfalten.

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© Verlag von Julius Springer 1920

Authors and Affiliations

  • Josef Wilmers
    • 1
  1. 1.Institut für animalische Physiologie zu Frankfurt a. M.Deutschland

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