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Klinische Wochenschrift

, Volume 26, Issue 21–22, pp 341–343 | Cite as

Der Lipoidkomplex Bei Unterernährung

  • Axel Dönhardt
  • Walter Wodsak
Originalien
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Zusammenfassung

Bei Untersuchungen an Patienten mit Hungerödemen und bei „Normalverbrauchern“ wurde neben der bekannten Hypoproteinämie eine hochgradige Störung im Lipoidhaushalt aufgedeckt. Die Erniedrigung des Gesamtfettes im Serum erscheint auch bei normalbuminotischen Hungerödemen als ein wesentlich genaueres diagnostisches Merkmal zur Feststellung des Grades der Unterernährung als es die Bestimmung des Gesamteiweißes ist. Unter den einzelnen Fraktionen des Lipoidkomplexes ist das Cholesterin am wenigsten verändert, was auf die Fähigkeit des Organismus zur Cholesterinsynthese zurückgeführt wird. Das an die Blutkörperchen gebundene Lecithin ist nicht wesentlich erniedrigt, dagegen ist das Serumlecithin stark verringert. Es wird auf die große Bedeutung des Lecithins als Zellbaustoff hingewiesen. Da eine Lecithinsynthese im Organismus nicht möglich ist, ist seine Zufuhr unbedingt erforderlich. Eine Verbesserung der Ernährung durch Eiweiß und hochwertiges Naturfett ist zur Vermeidung von Organschäden erforderlich.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1948

Authors and Affiliations

  • Axel Dönhardt
    • 1
    • 2
  • Walter Wodsak
    • 1
    • 2
  1. 1.Aus der Medizinischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses Hamburg-AltonaGermany
  2. 2.der Abteilung für Lebensmittelhygiene des Hygienischen Instituts der Hansestadt HamburgGermany

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