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Über die Beziehung zwischen Durchmesser und Wandstärke der Arterien nebst Schätzung des Anteils der einzelnen Gewebe am Aufbau der Wand

Nach dem Tode des Verfassers Dr. Heptner
  • K. Hürthle
Article

Zusammenfassung

Es wird eine Methode angegeben und geprüft, die ermöglicht, innerhalb gewisser Fehlergrenzen Durchmesser und Wandstärke der Arterien eines Tieres von der Aorta bis zu den Capillaren im Zustande physiologischer Dehnung zu bestimmen. Zur Beurteilung der physiologischen Dehnung der Arterienwand im mikroskopischen Präparat wird ein Kriterium gefunden, bestehend im Verhalten der elastischen Lamellen der Arterien, insbesonfiere der Elastica interna. Diese stellt auf dem Querschnitt bei geringem Tonus einen gestreckten, d. h. kreisbogenförmig verlaufenden Teil der Wand dar, während sie in der durch Kontraktion der Muskelelemente verdickten Wand wellenförmig verläuft, gekräuselt ist. Der gestreckte Verlauf der elastischen Lamellen wird als Ausdruck der physiologischen Dehnung betrachtet. Er findet sich mit wenigen Ausnahmen an den Arterien, die unter einem Druck von 130 cm Wasser injiziert und während der Fixierung unter diesem Druck belassen wurden. In einem auf diese Weise verarbeiteten Arteriensystem eines jungen Hundes ist das Verhältnis der Wandstärke zum Radius eine annähernd konstante Größe; die Wandstärke beträgt bei allen Arterien bis zu den Capillaren etwa 15% des Gesamtradius, nur in der Aorta, sowie in der Umgebung der Astursprünge steigt der Wert auf 16–22 bzw. 20%; die weit größeren relativen Wandstärken, denen man häufig auf Abbildungen der Arterien begegnet, beruhen auf einer Kontraktion der Arterienwand, wie aus der stark gewellten Elastica hervorgeht.

Der zweite Abschnitt der Ergebnisse enthält Messungen des Anteils der Media und Adventitia an der Gesamtwandstärke; ferner Schätzungen des Anteils des muskulären, des elastischen und des Bindegewebes am Aufbau der Media und Adventitia.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1920

Authors and Affiliations

  • K. Hürthle
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut zu BreslauPolen

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