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Die Grösse des schädlichen Raumes der Atemwege

  • Fritz Rohrer
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Zusammenfassung

Der schädliche Raum bei der Atmung ist eine weitgehend veränderliche Grösse, deren Abhängigkeit von den ihn beeinflussenden Momenten nur durch möglichst genaue Analyse der morphologischen und funktionellen Verhältnisse der Atemwege einzusehen ist.
  1. 1.

    Die anatomische Grösse des schädlichen Raumes bestimmt sich für den unserer Untersuchung zugrunde gelegten Fall zu 150 ccm für die Atemwege nahe dem Kollapszustand; sie berechnet sich unter Berücksichtigung des Verhaltens der Bronchen bei der Lungendehnung zu 182 ccm für einen mittleren Dehnungszustand der Atemwege; sie ändert zwischen maximaler Exspiration (160 ccm) und maximaler Inspiration (200 ccm) um 40 ccm. Die anatomische Grösse des schädlichen Raumes verhält sich wahrscheinlich proportional dem Körpergewicht. Sie wird auch bei gleich schweren Individuen eine gewisse Schwankungsbreite besitzen. Unser Fall liegt, wie der Vergleich mit anderen Bestimmungen zeigt, etwa in der Mitte der individuellen Variationsbreite.

     
  2. 2.

    Die physiologisch wirksame Grösse des schädlichen Raumes ist abhängig von der Atemtiefe. Bei gewöhnlicher Atemtiefe (500 ccm) sind zirka neun Zehntel des schädlichen Raumes, ca. 165 ccm, physiologisch wirksam; für eine Atemtiefe von 240 ccm sind ca. 147 ccm wirksam, entsprechend dem für diese kleine Atemtiefe von Loewy ermittelten Wert von 140 ccm.

     

Die indirekte Bestimmung der physiologisch wirksamen Grösse des schädlichen Raumes aus Untersuchungen des Lungengaswechsels gibt für gewöhnliche Atemtiefe einen mit unserer Ermittlung gut übereinstimmenden Mittelwert: ca. 164 ccm. Die hohen Werte, welche für grosse Atemvolumina erhalten werden, sind abzulehnen, indem hier die Vorbedingung für die Anwendung dieser indirekten Methode, die gleichmässige Durchmischung von Atemluft und Lungenluft, nicht vorhanden ist.

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© Verlag von Martin Hager 1916

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  • Fritz Rohrer

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