Zusammenfassung
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1.
Der Solaningehalt von Kartoffeln der Sorte “Voran”, die mit großer Wahrscheinlichkeit gesundheitsschädlich gewirkt hatten, betrug im Durchschnitt des Vorrates 32,5 mg/100 g. Den höchsten Solaningehalt hatten kleine grüne Kartoffeln mit 55,7 mg je 100 g.
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2.
Bei Belichtungsversuchen mit Kartoffeln der Sorte “Voran” ist der Solaningehalt nach sehr starker Belichtung und starkem Grünwerden der Kartoffeln von 8 mg nur auf 13 mg/10 g gesteigert worden. Belichtung allein hat also den Solaningehalt bei unseren Untersuchungen nicht bis zu einer schädlich wirkenden Menge steigern können.
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3.
Es ist zweckmäßig, bei Versuchen über Bildung und Wanderung des Solanins stets eine eingehende Bilanzaufstellung durchzuführen.
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4.
Bei einem Dauerdüngeversuch hat die unterschiedliche Düngung, besonders die einseitige Stickstoffdüngung, den Solaningehalt der Kartoffelernte nicht beeinflußt.
Literatur
Vorratspfl.u. Leb.mittelforsch.1, 599 (1938).
Landw. Versuchsstat.65, 301 (1907).
Diese Z.47, 97 (1924).
Diese Z.47, 496 (1924).
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Lepper, W. Beitrag zur Solaninfrage. Belichtung und Solaningehalt der Kartoffeln. Zeitschr. f. Untersuchung der Lebensmittel 86, 247–250 (1943). https://doi.org/10.1007/BF01662686
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DOI: https://doi.org/10.1007/BF01662686