Von 1973 bis 1986 wurden 107 Patienten mit einer komplizierten Sigmadiverticulitis operiert. Es handelte sich um 47 Frauen und 60 Männer bei einem Durchschnittsalter von 62 Jahren. Von 107 Patienten wiesen 14 eine perforierte Diverticulitis mit diffuser eitriger/kotiger Peritonitis auf, 68 Patienten eine perforierte Diverticulitis mit lokalisierter eitriger Peritonitis/paracolischem Absceß und 25 Patienten eine akute phlegmonöse Diverticulitis ohne Perforation. Zusätzliche pathologische Befunde waren: innere Fisteln (13 Patienten), nekrotisierende Fasciitis (3 Patienten), Stenose mit Ileus (3 Patienten) und synchrone Carcinome (7 Patienten). Die Gesamtletalität der 107 Patienten betrug 9,3% (=10 Patienten), die Morbidität der 97 überlebenden Patienten 34,0% (= 33 Patienten). Die Letalität bei 14 Patienten mit perforierter Diverticulitis und diffuser eitriger/kotiger Peritonitis lag bei 50%, die der 68 Patienten mit perforierter Diverticulitis und lokaler eitriger Peritonitis/ paracolischem Absceß bei 4,4%, die der 25 Patienten mit akuter phlegmonöser Diverticulitis ohne Perforation bei 0%. Von den 10 Patienten verstarben 7 bei Operation ihrer perforierten Diverticulitis mit diffuser eitriger Peritonitis, 1 (5) nach primärer Resektion mit primärer Anastomose, 3 (5) nach Operation nach Hartmann, 3 (4) nach alleiniger Anlage einer Colostomie. Bei Operation der perforierten Diverticulitis mit lokaler Peritonitis verstarben 3 Patienten, 2 (6) nach Operation nach Hartman und 1 (5) nach alleiniger Anlage einer Colostomie. Trotz einer hohen Zunahme der Zahl primärer Resektionen mit primärer Anasto mose im Zeitraum 1980–1986 ergab sich im Vergleich zum 7-Jahresabschnitt 1973–1979 ein Rückgang der Letalität von 35,7% auf 0% bei dieser Operation. Ihre Anwendung ist auch gerechtfertigt bei der perforierten Diverticulitis mit lokaler wie diffus eitriger oder kotiger Peritonitis.