Der Einfluß der Lagerung des Muskelgewebes von Rind und Schwein bei -20 °C bis zu 12 Monaten und des Auftauens auf die extrahierbare Gesamtaktivität und die subcelluläre Verteilung (Aktivitäten im Überstand eines Phosphatpuffer-Extrakts und im Preßsaft des aufgetauten Gewebes) der Mitochondrien-Enzyme Lipoamiddehydrogenase (LIPDH), Citratsynthase (CS) und β-Hydroxyacyl-CoA-dehydrogenase (HADH) wurde studiert. Während die LIPDH-Aktivität im Verlaufe der Gefrierlagerung abnahm, kam es zu keiner nennenswerten Änderung der CS- und HADH-Aktivität. Aus der Zunahme der Aktivitäten von CS und HADH im Muskelpreßsaft wurde gefolgert, daß - zusätzlich zum Effekt des Gefrierens und Auftauens als solchem - Gefrierlagerung zu einer weiteren Schädigung der inneren Membran der Muskelmitochondrien führt, die an der erhöhten Freisetzung membrangebundener Enzyme zu erkennen ist. Schweinemuskelmitochondrien scheinen in dieser Hinsicht empfindlicher zu sein als Rindermuskelmitochondrien.