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Untersuchungen über Art und Bedeutung strömungsmechanischer Vorgänge bei der Coronarthrombose nach Coronarsklerose

  • Erich Müller
  • Herbert Otto
Article

Zusammenfassung

Strömungsmechanische Faktoren können, wie an Modellversuchen nachweisbar ist, in zweierlei Richtung, vor allem bei der Sklerose des linken absteigenden Coronarastes, thrombosebegünstigend wirken.

Die anatomischen Besonderheiten der etwa rechtwinkeligen Abzweigung der Coronaria circumflexa und der Coronaria sinistra lassen beiZirkulationserschwerung undStrömungsverlangsamung im absteigenden Ast im Bereiche der typischen, häufig anzutreffenden stenosierenden Intimasklerose akute Wirbelbildungen auftreten; diese treten unter Sogwirkung nach Art des Wasserstrahlpumpeneffektes auf. Sie sind bei Zirkulationserschwerung spastischer oder mechanischer Art (periphere Plättchenagglutination) im Herzanfall zu erwarten und lassen coronarthrombosen dabei alssekundäres Ereignis erscheinen. Es bleibt offen, wie häufig diese Möglichkeit, die sich morphologisch im Bild des stehenden Wirbels im Thrombus belegen läßt, bei der Viscosität des Blutes wirksam wird.

BeiErhöhung derStrömungsgeschwindigkeit läßt der auf der Gefäßwand lastende Strömungsdruck über Intimabuckeln stärker nach als an intakten Gefäßwandabschnitten. Es entsteht hier eine relative Druckentlastung, welche durch Spannungsverminderung in quellungsbereiten Coronarherden eine akute Vorquellung begünstigen kann und somit wiederum unter Umständen thromboseauslösend zu wirken vermag. Coronarthrombosen bei Coronarsklerose nach Erregungszuständen mit Tachykardie können hier zum Teil eine Erklärung finden.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1956

Authors and Affiliations

  • Erich Müller
    • 1
  • Herbert Otto
    • 1
  1. 1.Pathologischen Institut der Universität ErlangenDeutschland

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