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Elektronenmikroskopische Untersuchungen am Uterusmuskel der Ratte unter Follikelhormonwirkung

  • Hedi Gansler
Article

Zusammenfassung

In einer früheren lichtmikroskopischen Arbeit am Uterusmuskel der Ratte wurde das Auftreten von ringkernigen Spezialzellen in Abhängigkeit vom Follikelhormon beschrieben. Die elektronenmikroskopische Untersuchung solcher unter Follikelhormonwirkung stehender Rattenuteri hat ergeben:
  1. 1.

    Ein Teil der glatten Muskelzellen ist ganz von Myofibrillen ausgefüllt. Die Kernmembran solcher Zellen ist vielfach gefältelt oder zeigt tiefe Einschnürungen. Wenige kleine Mitochondrien liegen um die Kernpole. Andere Muskelzellen lassen eine weitgehende Reduktion der Myofibrillen erkennen, sie sind nur noch als schmaler Streifen im peripheren Teil der Zelle sichtbar und erinnern dadurch bei schwachen Vergrößerungen an Pflanzenzellen. Das übrige Cytoplasma ist hell; gleichmäßig darin verteilt sind normale oder geschwollene Mitochondrien. Die Kerne solcher Muskelzellen zeigen weniger Membranfalten und-einschnürungen. Zwischen diesen beiden extremen Formen der Muskelzellen lassen sich alle Übergangsstadien beobachten.

     
  2. 2.

    Die im Lichtmikroskop beobachteten ringkernigen Zellen zeichnen sich im Elektronenmikroskop durch drei Charakteristika aus: Kerne, die oft hakenförmig oder zweifach angeschnitten sind, osmiophile Granula mit band- oder scheibenartigen Verdichtungen und kleine runde Körperchen von etwa 100 Å. Neben Zellen mit relativ wenigen osmiophilen Granula, die noch in einem geschlossenen Zellverband liegen, gibt es andere isoliert gelegene, deren Zelleib vorwiegend aus diesen Granula besteht.

     

Auf Grund des bisher untersuchten Materials halten wir es für wahrscheinlich, daß die Myofibrillen eines Teiles der unter FH-Wirkung stehenden Muskelzellen reduziert werden, die Mitochondrien in solchen „hellen“ Muskelzellen sich in osmiophile Granula umwandeln, und daß schließlich die ganze Zelle aus dem Verband gelöst wird und in die Submucosa gelangt.

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Literatur

  1. 1.
    Bernhard, W., etR. Leplus: J. suisse Méd.85, 897 (1955).Google Scholar
  2. 2.
    Gansler, H.: Virchows Arch.325, 90–97 (1954).PubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1956

Authors and Affiliations

  • Hedi Gansler
    • 1
    • 2
  1. 1.Rheinisch-Westfälischen Institut für Übermikroskopie in DüsseldorfDeutschland
  2. 2.Pathologischen Institut der Medizinischen Akademie in DüsseldorfDeutschland

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