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Zur Viskositätsbeeinflussung des Filterwertes von Viskosen

  • E. Treiber
Anorganische und Physikalische Chemie

Zusammenfassung

Verschiedene, voneinander unabhängige Untersuchungen haben die Existenz eines Viskositätseinflusses auf den FilterwertFw sichergestellt. Handelt es sich um Viskositätsveränderungen auf Grund verschiedener Viskosetemperatur oder Viskosezusammensetzung, so kann durch Anwendung einer Korrekturformel der Viskositätseffekt eliminiert und ein reduzierter Filterwert angegeben werden. Zur Verfügung stehen derVostersscheRv-Wert\((R_v = F_w /\sqrt {S_0 } )\) oder der Ausdruck:\(R^* _v = F_w \cdot \eta ^{0,4}\). Es wird gezeigt, daß beide Ausdrücke äquivalent sind, doch hat der zweite, von uns vorgeschlagene Ausdruck den Vorteil, daß an Stelle der initialen FiltrationsgeschwindigkeitS0 — in die eine Reihe weiterer Faktoren eingehen — η als einfacher Parameter tritt, der mit guter Genauigkeit leicht experimentell bestimmt werden kann.

Wird die Viskositätsänderung durch Variation der Vorreifebedingungen, also durch Veränderung des DP-Grades, hervorgerufen, so tritt ein weiterer Viskositätseffekt auf. Die oben genannten Reduktionsformeln können nur in einem sehr engen Viskositätsbereich hinreichende Dienste tun. Um größere Viskositätsschwankungen auszugleichen, muß der Exponenta auf ca. 0,5 vergrößert werden. Die Schwierigkeit in der Aufstellung allgemein gültiger Korrektionsformeln für diesen Fall liegt darin, daß der DP-Effekt auch vom Zellstoff und den Bedingungen der Viskosebereitung beeinflußt wird, so daß Werte füra>0,4 sowohl diesen Viskositätseffekt über- als auch unterkompensieren können. Durch Anwendung eines hochviskosen Sulfit-Reyonzellstoffes (36 cPTappi) und Mischungen von stark und kaum gereifter Alkalicellulose wird eindeutig gezeigt, daß hochpolymere Cellulose mehr Gelteilchen und einen schlechteren Filterwert ergibt. Dasselbe Verhalten darf generell offenbar von solchen Zellstoffen angenommen werden, die recht hochpolymere Cellulosefraktionen beinhalten, insbesonders dann, wenn durch höheren Restligningehalt oder eine straffere Biostruktur diese Anteile mehr geschützt sind als die akzessiblen Anteile mit normaler DP-Verteilung.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1962

Authors and Affiliations

  • E. Treiber
    • 1
  1. 1.Zentrallaboratorium der schwedischen Zellstoff-IndustrieStockholm

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