Über das Reaktionsprodukt von p,p′-Difluor-m,m′-dinitrodiphenylsulfon mit Seidenfibroin:

Verhalten gegen Salzsäure, Ameisensäure, Cupriäthylendiamin und Lithiumbromid
  • Helmut Zahn
  • Herbert Zuber
Organische Chemie und Biochemie

Zusammenfassung

  1. 1.

    Während unbehandeltes Fibroin in konz. Salzsäure, in Cupriäthylendiamin und in Lithiumbromid molekular gelöst wird, erfahren mit p,p′-Difluor-m,m′-dinitrodiphenylsulfon behandelte Fibroinpräparate nur eine beträchtliche Verkürzung, keine Lösung in denselben Reagenzien.

     
  2. 2.

    Die Doppelbrechung und die Orientierung des Röntgenogramms verschwinden nach der Kontraktion. Durch Dehnen der ausgewaschenen Präparate kann man das ursprüngliche Faserröntgenogramm des Fibroins regenerieren.

     
  3. 3.

    Die Ergebnisse beweisen das Vorliegen von Hauptvalenzbrücken zwischen verschiedenen Ketten in den tyrosinreichen Segmenten des Fibroins.

     
  4. 4.

    Vernetztes Fibroin ist ein Modell für Superkontraktions-versuche (Superkontraktion vom Typus der Wasserstoff-brückenspaltung) und verhält sich in vielen Punkten wie unbehandeltes Keratin mit seinen nativen Disulfidbrücken in den cystinreichen Segmenten.

     
  5. 5.

    Das mit Cupriäthylendiamin kontrahierte Sulfonfibroin ziegt im Röntgenogramm bei 6,5 Å einen Ring, der dem eingebauten Cupriäthylen-diamin-Fibroinkomplex zugeschrieben werden kann.

     
  6. 6.

    Die Quellung und Kontraktion von Fibroin in Ameisensäure wird durch den Einbau von Sulfonbrücken wesentlich verringert.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag 1954

Authors and Affiliations

  • Helmut Zahn
    • 1
  • Herbert Zuber
    • 1
  1. 1.Chemischen Institut der Universität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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