Advertisement

Das Verhalten von Schlag- und Minutenvolumen in der Erholungsphase nach progressiver körperlicher Belastung

  • H. Klensch
  • H. W. Hohnen
Article

Zusammenfassung

Das Verhalten von Schlag-(Vs) und Minutenvolumen (Vm) des Herzens in der Erholungsphase nach steigender Belastung wurde mit dem ultraniederfrequenten ballistischen Verfahren untersucht. Die Arbeit wurde nach der Zeit (1/2–15 min) oder der Wattzahl (0–200) abgestuft. Als Versuchspersonen stellten sich teils trainierte, teils untrainierte Studenten sowie hochtrainierte Radrennfahrer zur Verfügung.

Bei steigender Belastung steigen Pulsfrequenz (Fr) und Vs gemeinsam an, beim Trainierten in der Regel das Vs mehr als die Pulsfrequenz, beim Untrainierten umgekehrt.

Auffällig ist eine übermäßig starke initiale Steigerung von Vs und Fr im Bereich der untersten Wattstufen (10–30 Watt).

Der Abfall von Vs und Vm in der Erholungsphase nach der jeweiligen Belastung, ausgedrückt durch den Begriff der Zeitkonstanten, erfolgt um so langsamer, je höher die vorausgehende geforderte Leistung ist. Innerhalb gleicher Leistungsstufen ergeben sich jedoch charakteristische Unterschiede zwischen Trainierten und Untrainierten: Die Zeitkonstanten des Vs- und Vm-Abfalls nach Belastung sind beim Untrainierten um ein Vielfaches höher als beim Trainierten. Dieses Merkmal ist auch in den Fällen ausgepr:agt, wo aus der sonst oft gut verwertbaren Relation Vs/Fr nicht ohne weiteres auf den Trainiertheitszustand bzw. die Kreislauffunktion geschlossen werden kann.

Nach Ieichten Belastungen läßt sich häufig ein vorübergehendes Absinken des Vs noch unter den Ruheausgangswert feststellen. M:ogliche kreislaufphysiologische Ursachen für dieses Verhalten, ferner für den Unterschied der Zeitkonstanten des Vs-Abfalls bei Trainierten und Untrainierten sowie für die Erscheinung der initialen überschießenden Vs- und Vm-Steigerung bei kleinen Belastungen werden diskutiert.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Frank, O.: Z. Biol.32, 370 (1885).Google Scholar
  2. 2.
    Haas, H. G., u.H. Klensch: Pflügers Arch. ges. Physiol.262, 107 (1956).CrossRefGoogle Scholar
  3. 3.
    Hamilton, W. F.: Amer. J. Physiol.102, 551 (1932).Google Scholar
  4. 4.
    Hohnen, H. W., u.H. Klensch: Pflügers Arch. ges. Physiol.265, 199 (1957).CrossRefGoogle Scholar
  5. 5.
    Karrasch, K., u.E. A. Müller: Int. Z. angew. Physiol.14, 369 (1951).Google Scholar
  6. 6.
    Klensch, H.: Verh. dtsch. Ges. Kreisl.-Forsch.21. Tgg. S. 455 (1955).Google Scholar
  7. 7.
    —: Pflügers Arch. ges. Physiol.262, 272 (1956).CrossRefGoogle Scholar
  8. 8.
    Klensch, H., u. W.Eger: Dtsch. med. Wschr.1956, 1205.Google Scholar
  9. 9.
    —: Pflügers Arch. ges. Physiol.263, 459 (1956).CrossRefGoogle Scholar
  10. 10.
    Klensch, H., H. W. Höhnen, K. Kessblek: Pfl:ugers Arch. ges. Physiol.264, 424 (1957).Google Scholar
  11. 11.
    Klensch, H., u.H. W. Höhnen: Pflügers Arch. ges. Physiol.265, 207 (1957).CrossRefGoogle Scholar
  12. 12.
    Wezleb, K., u.A. Böger: Ergebn. Physiol.41, 292 (1939).CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1958

Authors and Affiliations

  • H. Klensch
    • 1
  • H. W. Hohnen
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität BonnDeutschland

Personalised recommendations