Archiv für Gynäkologie

, Volume 202, Issue 1, pp 481–483 | Cite as

Histomorphologisch nachweisbare Veränderungen der operierten Ovarien bei Stein-Leventhal-Syndrom

  • G. Györy
  • J. László
Freie Vorträge aus dem Gebiet der Experimentellen Gynäkologie
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Zusammenfassung

Nach 80 Keilresektionen bot sich nur in 7 Fällen Gelegenheit, die makro- und mikroskopische Untersuchung der resezierten Ovarien bei Relaparotomien durchzuführen. Aus diesen Untersuchungen ergaben sich folgende Feststellungen:
  1. 1.

    In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle fangen im resezierten Ovarium — obwohl dessen Stroma unverändert bleibt — in der unmittelbaren Umgebung der Narbenlinie vereinzelte intakte Follikel zu wachsen an; damit setzt die cyclische Funktion des Ovariums ein und entwickelt sich im weiteren unbehindert.

     
  2. 2.

    In einzelnen Fällen erfolgt die cystische Degeneration der keilresezierten Ovarien. In diesen Ovarien finden sich keine Spuren einer cyclischen Funktion.

     
  3. 3.

    In den von adrenogenitalen Komponenten begleiteten Fällen von Stein-Leventhal-Syndrom, ferner bei Vorliegen pseudohyperthekotischer oder sklerocystischer Ovarien konnte durch die Keilresektion keine Besserung im hormonalen Zustand der Kranken erzielt werden.

     
  4. 4.

    Es ist anzunehmen, daß im sonst auch weiter hyperthekotischen polycystischen Ovarium infolge der Keilresektion ein durch eine bindegewebige Barriere geschütztes Gebiet entsteht, in dem oder in dessen unmittelbarer Nähe die primordialen bzw. nicht atretischen Follikel die cyclische Funktion in Gang setzen.

     

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Copyright information

© J. F. Bergmann 1965

Authors and Affiliations

  • G. Györy
    • 1
  • J. László
    • 1
  1. 1.Budapest

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