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Über den morphologischen Nachweis des Seifenabortus

  • Wilhelm Adam
Article

Zusammenfassung

Zum morphologischen Nachweis des Seifenabortes können zunächst die primären Veränderungen an den inneren Genitalien herangezogen werden, die in Ätznekrosen bestehen. Sie sind in ihrem Auftreten von der Art der verwendeten Seifenlösung und der Applikation abhängig und können fehlen oder durch Infektion überdeckt sein. An nächster Stelle steht an Beweiskraft das histologische Präparat der Nieren, das über den erfolgten Blutzerfall Auskunft gibt. Auch die degenerativen Veränderungen an den Ganglienzellen können als Hinweis herangezogen werden. Am wenigsten spezifisch, aber regelmäßig in ihrem Auftreten ist die Capillarschädigung, die sich an der Haut als petechiale Blutung und an Leber und Gehirn durch den mikroskopischen Nachweis von ausgetretener Blutflüssigkeit erkennen läßt. Ein absolut sicherer Beweis für die erfolgte Seifeneinspritzung ist durch keine Veränderung allein zu erbringen; um so wichtiger ist es, möglichst viele von ihnen festzustellen und dadurch die Wahrscheinlichkeit der Diagnose zu steigern.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1952

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Adam
    • 1
  1. 1.Institut für gerichtliche Medizin der Universität MünchenDeutschland

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