Die Differenzierung von Methyl- und Äthylalkohol in Gemischen mit Hilfe eines modifizierten Widmarkschen Verfahrens

  • Wilhelm Kämpf
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Zusammenfassung

Soweit es sich nach den bisherigen Untersuchungen übersehen läßt, ist das kombinierte Widmark-Verfahren mit Wärme- und Kältedestillation geeignet, in Blut oder sonstigen Flüssigkeiten außer Äthylalkohol Beimengungen von Methylalkohol auf Grund der unterschiedlichen Reduktionskraft von Methylalkohol in der Wärme und Kälte zu erkennen. Äthanol zeigt unter den gegebenen Bedingungen keine Änderung der Reduktionswerte. Inwieweit andere flüchtige reduzierende Substanzen, insbesondere Aceton und Äther das gleiche Verhalten, wie Methanol zeigen, läßt sich erst nach Abschluß derzeit laufender Untersuchungen sagen. Die bisherigen Ergebnisse scheinen dafür zu sprechen. Durch Anwendung entsprechender Faktoren für Äthanol und Methanol bei Wärme- und Kältedestillation lassen sich die vorhandenen Äthanolund Methanolkonzentrationen annähernd differenzieren.

Erst weitere Untersuchungen über das Verhalten der Faktoren bei unterschiedlichen Konzentrationsgemischen werden klären können, ob dieses abgeänderteEidmarksche Verfahren als sichere quantitative Differenzierungsmethode für Äthanol-Methanolgemische im Blute anwendbar ist. Sollte sich dieses angestrebte Ziel nicht verwirklichen lassen, so gibt die Methode der Wärme- und Kältedestillation doch die Möglichkeit zu sagen, daß in einer Probe kein Methanol enthalten sein kann, nämlich dann, wenn die Reduktionswerte bei der Wärme- und Kältedestillation gleich sind.

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© Springer-Verlag 1952

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Kämpf
    • 1
  1. 1.Institut für gerichtliche und soziale Medizin der Universität WürzburgDeutschland

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