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Naturwissenschaften

, Volume 40, Issue 20, pp 517–520 | Cite as

Kontrasteffekt linsenartiger Objekte im Phasenmikroskop

  • A. Frey-Wyssling
Aufsätze

Zusammenfassung

Linsenartige Objekte liefern im Phasenmikroskop eine eigenartige Mischung von Hellfeld- und Phasenkontrastbildern. Da die Blende des Phasenmikroskopes durch die zusätzliche Linsenwirkung des Objektes nicht in der Austrittspupille des Objektives, sondern in der Nähe des Objektes bzw. des Objektbildes abgebildet wird (Fig. 4), laufen die Randstrahlen dieser Linsen am Phasenplättchen vorbei und bilden die Randpartien des Objektes wie bei hellfeld-beleuchtung ab.

Die Zentralstrahlen erzeugen ein Phasenkontrastbild des Objektzentrums. Dieses unterscheidet sich in seiner Helligkeit kaum vom Hellfeldbild, wenn der Brechungsindex des Einbettungsmittels nicht wesentlich von jenem des Linsenobjektes verschieden ist. Im letzteren Falle zeigen die zentralen Partien positiven oder negativen Phasenkontrast, je nachdem das Milieu viel schwächer oder viel stärker lichtbrechend als das Objekt ist. In einem gewissen Abstande vom Zentrum kehren sich die Intensitätsverhältnisse um, so daß Ringe entstehen, die sich in Luft (n=1,00) und Methylenjodid (n=1,74) sogar in zwei Ordnungen wiederholen. In einem gegebenen Einschlußmittel sind die beobachteten Phasenbilder abhängig von der Krümmung der linsenartigen Objekte, dagegen unabhängig von der Objektdicke.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1953

Authors and Affiliations

  • A. Frey-Wyssling
    • 1
  1. 1.Zürich

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