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Die Regenerationsfähigkeit vonOtomesostoma auditivum (Forel et Duplessis). [Turbellaria]

  • Roland Pechlaner
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Otomesostoma erträgt nur Querschnitte und schwach schräge Schnitte. Nach Verletzungen, die größere Wunden erzeugen, gehen die Tiere sofort zugrunde. Die Tatsache, daßOtomesostoma die Regeneration fast sämtlicher Organe einleitet, aber nur zum Teil abschließt, berechtigt zur Annahme, daß diesem Turbellar die Potenz zu erheblicher Regeneration zukommt, daß die Neubildungen aber durch andere Faktoren (sehr niedere Temperatur, zu kurze Lebensdauer) gehemmt bzw. verhindert werden.

     
  2. 2.

    Der Wundverschluß kommt dadurch zustande, daß sich das Epithel der Wundumgebung abflacht und über die Wunde schiebt. Dieses Wundhäutchen wächst durch Einwanderung mesenchymatischer Kerne, die von einem sehr schmalen Plasmasaum umgeben sind, zu einem Epithel von normalem Bau heran.

     
  3. 3.

    Epithel, Drüsen, Muskulatur, Sinnesgrübchen, Dotterstockfollikel, Darm und der teilweise amputierte Pharynx wurden vollständig regeneriert, die Regeneration der Augen, des Gehirns, des total entfernten Pharynx und der zentral gelegenen Geschlechtsorgane wurde trotz langer Regenerationszeit nur begonnen, doch ist anzunehmen, daß die Potenz zu vollständiger Regeneration auch dieser Organe vorhanden ist. Eine Neubildung der Statozyste wurde nie beobachtet.

     
  4. 4.

    Ein Vergleich der Lebensdauer verletzter Individuen bei verschiedenen Temperaturen zeigt klar, daß das Temperaturoptimum der untersuchten Tiere bei niederen Werten (um 4° C) liegt.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag 1957

Authors and Affiliations

  • Roland Pechlaner
    • 1
  1. 1.Zoologischen Institut der Universität InnsbruckÖsterreich

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