Zur Entwicklung der Ganglienleiste y. Über die Differenzierung des Rumpfganglienleistenmaterials

  • C. P. Raven
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Ein Teil des rechten Neuralwulstes mit der Anlage der Rumpfganglienleiste wurde orthotop-xenoplastisch transplantiert von Axolotl aufTriton im Stadium der Neuralplatte.

     
  2. 2.

    Die Zellen des Implantates unterscheiden sich durch ihre Größe von den Wirtszellen und sind daher, zum Teil allerdings nur durch Messung der Kerne und variationsstatistische Bearbeitung der gefundenen Werte, wieder zu erkennen.

     
  3. 3.

    Die Differenzierung der dem Implantat entstammenden Zellen in unseren Versuchskeimen gestattet Rückschlüsse auf die normale Entwicklung des Rumpfganglienleistenmaterials.

     
  4. 4.

    Auf diese Weise wurde gefunden, daß die Rumpfganglienleiste Spinalganglienzellen, sympathische Ganglienzellen, Pigmentzellen und Bindegewebe liefert; dieSchwannzellen der Spinalnerven und der Knorpel der Wirbelbogen entstehen nicht aus dem Rumpfganglienleistenmaterial.

     
  5. 5.

    Die Leptomeninx (Pia und Arachnoidea) entsteht, wenigstens hauptsächlich, aus dem Rumpfganglienleistenmaterial, die Pachymeninx vorwiegend aus mesodermalem Mesenchym.

     
  6. 6.

    Das Coriumbindegewebe und das Stützgewebe der Rückenflosse entstammen ganz oder vorwiegend der Ganglienleiste, das subcutane Bindegewebe ist mesodermaler Herkunft.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Boeke, J., A. J. P. van den Broek, S. E. de Jongh, C. U. Ariens Kappers, J. W. Langelaan, Chr. P. Raven u.M. J. Stiemens: Het autonome zenuwstelsel. Haarlem1934.Google Scholar
  2. Campenhout, E. van: Historical survey of the development of the sympathetic nervous system. Quart. Rev. Biol.5, 23 (1930a).Google Scholar
  3. —: Contribution to the problem of the development of the sympathetic nervous system. J. of exper. Zool.56, 295 (1930b).Google Scholar
  4. Dushane, G. P.: The origin of pigment cells in Amphibia. Science (N. Y.)80, 620 (1934).Google Scholar
  5. Flexner, L. B.: The development of the meninges in Amphibia: a study of normal and experimental animals. Contrib. to Embryol.20, 31 (1929).Google Scholar
  6. Harrison, R. G.: Neue Versuche und Beobachtungen über die Entwicklung der peripheren Nerven der Wirbeltiere. Sitzgsber. niederrh. Ges. Natur- u. Heilk. Bonn1904.Google Scholar
  7. —: Neuroblast versus Sheath cell in the development of peripheral nerves. J. comp. Neur.37, 123 (1924).Google Scholar
  8. Harvey, S. C. andH. S. Burr: The development of the meninges. Arch. of Neur.15, 545 (1926).Google Scholar
  9. Harvey, S. C., H. S. Burr andE. van Campenhout: Development of the meninges. Further experiments. Arch. of Neur.29, 683 (1933).Google Scholar
  10. Held, H.: Die Entwicklung des Nervengewebes bei den Wirbeltieren. Leipzig 1909.Google Scholar
  11. Heringa, G. C.: Untersuchungen über den Bau und die Entwicklung des sensiblen peripheren Nervensystems. Verhandl. Akad. Wetensch. Amsterd., Wisen natuurkd. Afd. II21, Nr 1 (1920).Google Scholar
  12. Holtfreter, J.: Der Einfluß von Wirtsalter und verschiedenen Organbezirken auf die Differenzierung von angelagertem Gastrulaektoderm. Roux' Arch.127, 619 (1933).Google Scholar
  13. —: Morphologische Beeinflussung von Urodelenektoderm bei xenoplastischer Transplantation. Roux' Arch.133, 367 (1935).Google Scholar
  14. Maurer, F.: Die Entwicklung des Bindegewebes beiSiredon pisciformis und die Herkunft des Bindegewebes im Muskel. Gegenbauers Jb.18 (1892).Google Scholar
  15. Raven, Chr. P.: Zur Entwicklung der Ganglienleiste. I. Die Kinematik der Ganglienleistenentwicklung bei den Urodelen. Roux' Arch.125, 210 (1931).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1936

Authors and Affiliations

  • C. P. Raven
    • 1
  1. 1.Anatomisch-Embryologischen Institut der Universität AmsterdamThe Netherlands

Personalised recommendations