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Cytodiagnostik des Bläschengrundes bei Ekzemen und sogenannten -id-Reaktionen

  • Walter Hauser
Article

Zusammenfassung

Überblickt man die Gesamtergebnisse der cytologischen Untersuchungen bei Kontaktekzemen, seborrhoisch-mikrobischen Ekzemen, Epicutantests und den -id-Reaktionen, so ergibt sich bei jenen Prozessen, die offenbar rein allergisch-hyperergische Vorgänge darstellen, ein Fehlen der neutrophilen Granulocyten, wie z. B. bei den -id-Reaktionen. Unter den Ekzemen sind Überempfindlichkeitsreaktionen und damit cytologisch ein Vorherrschen der lympho-monocytoiden Zellen gegeben bei den Kontaktekzemen, was in gleicher Weise gilt für die zugehörigen Epicutantestreaktionen, die ein auf kleiner umschriebener Stelle experimentell ausgelöstes Kontaktekzem repräsentieren. Die seborrhoisch-mikrobischen Ekzeme und in gleicher Weise unspezifische ekzematöse Epicutantestreaktionen zeichnen sich aus durch Überwiegen der neutrophilen Granulocyten und eine Minderzahl von lymphocytären und monocytären Zellelementen. Diese Befunde entsprechen durchaus dem, was über die verschiedenen Ekzemformen histologisch wohl bekannt ist. Damit hat man aber eine einfache und offenbar recht brauchbare Methode für die Beurteilung der verschiedenen Ekzemformen und — was besonders wichtig ist — der spezifischen und unspezifischen Epicutantestreaktionen. Diese cytologischen Untersuchungen sollten daher für die Differentialdiagnose und vor allem für die Beurteilung (unter anderem bei Berufsekzemen!) bei Vorliegen vesiculöser Reaktionen grundsätzlich herangezogen werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1960

Authors and Affiliations

  • Walter Hauser
    • 1
  1. 1.Univ.-Hautklinik WürzburgWürzburgDeutschland

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