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Über die Wärmeleitzahl der Haut—ihre Messung und Bedeutung

Erste Untersuchungen erkrankter Hautbezirke am Beispiel der Psoriasis vulgaris
  • H. W. Hauptmann
  • H.-J. Heite
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Bei gesunden Versuchspersonen und Patienten mit Psoriasis vulgaris wurde die Wärme-(Schein-)Leitzahl gemessen, also eine Größe, die neben Wärmeleitung gegebenenfalls auch Wärmekonvektion beinhaltet. Die Messungen erfolgten am Unterarm und Unterschenkel, in psoriatischen Efflorescenzen und benachbarter gesunder Haut im Rahmen eines normierten zeitlichen Programms; letzteres bestand aus Vorperiode, zweimaliger Drosselung von 5 min Dauer und jeweiliger 15–20 minutiger Nachbeobachtungsperiode nach Lösen der Drosselung.

     
  2. 2.

    Die an der gedrosselten Extremität meßbare Wärmeleitzahl liegt beim Mann signifikant höher als bei der Frau, am Unterarm signifikant höher als am Unterschenkel. Die relative Streuung innerhalb eines Geschlechtes und eines bestimmten Hautbezirkes liegt mit 2,75% ungewöhnlich niedrig. In der psoriatischen Efflorescenz ist der Drosselungswert der Wärmeleitzahl signifikant erhöht.

     
  3. 3.

    Die nach Lösen der Drosselung eintretende reaktive Hyperämie führt zu einer Erhöhung der Wärme-(Schein-)Leitzahl über den Ausgangswert hinaus und zwar am Unterarm signifikant mächtiger als am Unterschenkel. In der psoriatischen Efflorescenz tritt darüber hinaus eine besonders große, aber nur kurzfristige Erhöhung der Wärme-(Schein-) Leitzahl ein.

     
  4. 4.

    Die Untersuchungen sollen die Möglichkeit vor Augen führen, an Hand des Drosselungswertes der Wärmeleitzahl Einblick in die Hautstruktur bei pathologischen Veränderungen und an Hand der Reaktion nach Lösen der Drosselung Einblicke in die Gefäßreaktion zu gewinnen.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag 1959

Authors and Affiliations

  • H. W. Hauptmann
    • 1
    • 2
  • H.-J. Heite
    • 1
    • 2
  1. 1.Physiologischen Institut der Philipps-Universität Marburg a. d. LahnMarburg a. d. LahnDeutschland
  2. 2.Dermatologischen Klinik der Philipps-Universität Marburg a. d. LahnMarburg a. d. LahnDeutschland

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