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Zeitschrift für Kinderheilkunde

, Volume 82, Issue 6, pp 604–612 | Cite as

Die Bedeutung der Karottensuppe bei der Kalium-Ersatztherapie akut ernährungsgestörter Säuglinge

  • H. Ewerbeck
  • E. Wiznerowicz
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Zusammenfassung

Nach einleitenden Untersuchungen über den Kaliumgehalt der Karottensuppe, der sich mit 56,2±11,8 maeq als sehr schwankend erwies, wurden Kaliumbilanzen bei 30 männlichen Säuglingen durchgeführt, um die Retentionsgröße für Kalium bei der Verfütterung von Karottensuppe zu bestimmen. Diese lag bei durchschnittlich 40% des zugeführten Kaliums und ließ sich durch Karottensuppenzulage bei gesunden Säuglingen steigern. In der akuten Phase der prätoxischen und toxischen Ernährungsstörung allerdings nahm die Kaliumretention auf durchschnittlich 0,4% ab, wobei vielfach negative Kaliumbilanzen zu beobachten waren. Es wird daraus der Schluß gezogen, daß die Karottensuppe — abgesehen von ihrem diätetischen Wert bei den leichten Formen der Ernährungsstörungen — durchaus als Kaliumquelle einzukalkulieren ist, während bei den schweren Formen der akuten Ernährungsstörung, wo eine berechnete Kaliumsubstitution besonders notwendig ist, diese Quelle nicht ausreicht, weil sie einmal einen schwankenden Kaliumgehalt aufweist, und zum anderen unübersichtliche Resorptionsverhältnisse bei der oralen Zufuhr bestehen. Das Auftreten von schwersten Kaliummangelerscheinungen läßt sich jedenfalls, wie auch die klinische Erfahrung zeigt, durch die Zufuhr von Karottensuppe allein nicht verhindern. Ihr günstiger Einfluß auf die Stuhlbeschaffenheit, auch in diesen schweren Fällen, bleibt natürlich unbestritten.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1959

Authors and Affiliations

  • H. Ewerbeck
    • 1
  • E. Wiznerowicz
    • 1
  1. 1.Universitäts-Kinderklinik KölnKölnDeutschland

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