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Der Einfluß der Reizfrequenz auf die Überlebenszeit des skotopischen ERG

  • H. Bornschein
Article

Zusammenfassung

Bei 10 Katzen wurde während totaler retinaler Ischämie (intraoculare Drucksteigerung auf 200 mm Hg) das Verhalten der b-Welle des skotopischen ERG verfolgt, wobei Lichtreize konstanter Intensität bzw. Dauer (7 Lux, 20 msec) und variabler Frequenz (0,025/sec–10/sec) verwendet wurden. Die Geschwindigkeit, mit welcher die Amplitude der b-Welle während der Ischämie absank, nahm mit der Reizfrequenz in gesetzmäßiger Weise zu. Der Halbwert der Amplitude wurde mit einer Reizfrequenz von 0,1/sec nach 55±5 sec, mit 1/sec nach 34±3 sec und mit 10/sec nach 12±3 sec Ischämiedauer erreicht. Die Gipfelzeit der b-Welle stieg während 90 sec Ischämiedauer nahezu auf das Doppelte, ohne daß ein Einfluß der Reizfrequenz nachweisbar war. Teilintegration der Flimmerlichtreize (Darbietung jedes 10. Lichtblitzes und Verschmelzung der 9 dazwischen liegenden Lichtblitze zu einem Dauerreiz gleicher Energie) war auf die Überlebenszeit ohne Einfluß. Die Überlebenszeit änderte sich nicht nur mit der Reizfrequenz, sondern auch mit der Reizintensität, wobei aber im untersuchten Bereich keine einfache Proportionalität bestand. Aus den Ergebnissen wird geschlossen, daß die Überlebenszeit der b-Welle prinzipiell nicht von der Zahl der Lichtreize abhängt, sondern von der dargebotenen integralen Lichtenergie sowie von der Länge des dem Testreiz unmittelbar vorangehenden Dunkelintervalls. Zur Frage einer direkten, nicht adaptationsgebundenen Abhängigkeit der Überlebenszeit von der Reizintensität sind weitere Untersuchungen im Gange.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1959

Authors and Affiliations

  • H. Bornschein
    • 1
  1. 1.Aus dem Physiologischen Institut der Universität WienAustria

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