Advertisement

Cerebrale Organisation somatomotorischer Leistungen

I. Physikalische Vorbemerkungen und Analyse konkreter Beispiele
  • W. R. Hess
Article

Zusammenfassung

Einleitend werden einige für die Analyse der Somatomotorik verwendete Begriffe definiert und die physikalisch-mechanischen Grundlagen einer Physiologie der motorischen Koordinationen dargestellt. Statische und dynamische Gleichgewichtszustände der Körperhaltung werden unterschieden.

Konkrete Beispiele von Haltungen und Bewegungen werden am Sprung aus unterstützter Haltung von 3 Personen, am Steinwurf und an der Augenmotorik als Manifestationen der innervatorischen Apparatur analysiert. Allgemein gültige Gesetzlichkeiten motorischer Funktionen ergeben nicht nur Einsichten in physiologische Zusammenhänge, sondern eröffnen auch Zugänge zum Verständnis pathologischer Störungen.

Da sich die Komposition aktivierter Muskelkräfte im zielgerichteten Bewegungsablauf fortlaufend wandelt, muß die Regulation der Bewegung fortlaufend auf neue Kraftwirkungen eingestellt werden. Aus diesen wechselnden Koordinationen und dem offenkundigen Zusammenwirken verschieden gelagerter cerebraler Formationen ergibt sich eine funktionell motivierte Vorstellung über Aufbau und Wirkungsweise motorischer Zentren.

In einem folgenden zweiten Teil sollen experimentelle Befunde dargestellt werden, die für die neurologische Interpretation von motorischen Störungen von Bedeutung sind.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Hess, W. R.: Die graphische Darstellung von Bewegungsstörungen der Augen (Taf. III a und b). Arch. Augenheilk. 70, H. 1 (1911).Google Scholar
  2. 2.
    —: Ein einfaches messendes Verfahren zur Motilitätsprüfung des Auges. Z. Augenheilk. 35, 201–219 (1916).Google Scholar
  3. 3.
    —: Experimentelles zur Dynamik der Augenmuskeln. Arch. Augenheilk. 97, 460 bis 466 (1926).Google Scholar
  4. 4.
    —: Die Motorik als Organisationsproblem. Biol. Z. 61, 545–572 (1941).Google Scholar
  5. 5.
    —: Teleokinetisches und ereismatisches Kräftesystem in der Biomotorik. Helv. physiol. pharmacol. Acta 1, C62-C63 (1943).Google Scholar
  6. 6.
    —: Die funktionelle Organisation des vegetativen Nervensystems. Basel: Schwabe 1948.Google Scholar
  7. 7.
    —: Psychologie in biologischer Sicht. Stuttgart: G. Thieme 1962.Google Scholar
  8. 8.
    Holst, E. v.: Neue Gedanken und Versuche zur Sensomobilität. Acta neuroveg. (Wien) 12, 337 (1955).Google Scholar
  9. 9.
    jung, R., and R. Hassler: The extrapyramidal motor system. In: Handbook of Physiology, Neurophysiology II, p. 863–927, (Ed.: J. FIeld, H. W. Magoun, V.E. Hall). Washington Americ Physiol. Soc. (1960).Google Scholar
  10. 10.
    Wagner, R.: Über die Regelung der Muskelkraft und Bewegungsgeschwindigkeit bei Willkürbewegungen. Mitteilung V (mit Hinweisen auf Mitteilung I–IV). Z. Biol. 111, 449–478 (1960).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1965

Authors and Affiliations

  • W. R. Hess
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität ZürichSchweiz

Personalised recommendations