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Neue Politische Literatur

, Volume 64, Issue 3, pp 652–654 | Cite as

Oppelt, Martin: Gefährliche Freiheit. Rousseau, Lefort und die Ursprünge der radikalen Demokratie, 504 S., Nomos, Baden-Baden 2017.

  • Dagmar ComtesseEmail author
Rezension Politikwissenschaft
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Die radikale Demokratietheorie breitet sich aus. Im Falle Jean-Jaques Rousseaus wirkt sich das sehr vorteilhaft auf seine immer noch vom Totalitarismusvorwurf überschattete Rezeption aus, da die auf Differenzen und Kontingenz fokussierende radikaldemokratische Perspektive genau jene Elemente des Rousseau’schen Denkens zum Vorschein bringt, die durch wirkmächtige, „konservative“ Deutungen wie jene Voltaires, Jean Starobinskis, Jaques Derridas oder Hannah Arendts verdeckt werden. Insofern ist das Anliegen Martin Oppelts, die Verbindungen zwischen dem Totalitarismustheoretiker und Radikaldemokraten Claude Lefort und Rousseau aufzuzeigen und so eine „Neulektüre“ Rousseaus (S. 25) einzuleiten, sehr begrüßenswert.

Neben dem ideengeschichtlichen „Nachweis struktureller Analogien beider Theorien“ (S. 45), der immerhin mit der geringen Rezeption Rousseaus durch radikaldemokratische Autor_innen umgehen muss, woraus Oppelt die interessante These einer „gekappten oder blockierten...

Copyright information

© Gesellschaft zur wissenschaftlichen Förderung politischer Literatur e.V. and the Author(s) 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.FrankfurtDeutschland

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