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Neue Politische Literatur

, Volume 64, Issue 3, pp 583–585 | Cite as

Duchhardt, Heinz: Der Aachener Kongress 1818. Ein europäisches Gipfeltreffen im Vormärz, 272 S., Piper, München 2018.

  • Marko KreutzmannEmail author
Rezension 19. Jahrhundert
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Der Wiener Kongress von 1814/15 ordnete nach mehr als zwei Jahrzehnten Revolution und Krieg die Landkarte Europas neu. In seinem Gefolge wurde außerdem ein neues System der Staatenbeziehungen etabliert, das anstelle eines prekären Gleichgewichtes der Mächte das solidarische Zusammenwirken der Großmächte zur Sicherung des Friedens, aber auch zur Unterdrückung oppositioneller Bewegungen setzen wollte. Dieses „europäische Konzert“ manifestierte sich unter anderem in mehreren Zusammenkünften der Monarchen und leitenden Minister der europäischen Großmächte, die im Gegensatz zum Wiener Kongress bislang noch kaum eine eigenständige Darstellung erfahren haben. In diese Forschungslücke stößt nun aber der Band von Heinz Duchhardt über den Aachener Kongress von 1818. Dieses Ereignis bildete den Auftakt und zugleich auch den Höhepunkt der Kongressdiplomatie im Rahmen des sogenannten „Wiener Systems“ (Paul W. Schroeder).

Der Autor wendet sich an ein breites Publikum und will in erster Linie „ein...

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© Gesellschaft zur wissenschaftlichen Förderung politischer Literatur e.V. and the Author(s) 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.JenaDeutschland

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