Advertisement

Neue Politische Literatur

, Volume 64, Issue 3, pp 573–575 | Cite as

Eder, Jacob S./Gassert, Philipp/Steinweis, Alan E. (Hrsg.): Holocaust memory in a globalizing world, 278 S., Wallstein, Göttingen 2017.

  • Matthias FalterEmail author
Rezension Epochenübergreifende Studien

Die Shoah und die Erinnerung an die Massenvernichtung von Juden und Jüdinnen sind zu einem transnationalen Phänomen geworden. Über nationale Grenzen hinweg breit rezipierte Ereignisse wie der Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem 1961, der Sechstagekrieg 1967 und die 1978 ausgestrahlte NBC-Serie „Holocaust“ förderten die Entstehung einer globalen Erinnerungskultur. Daniel Levy und Natan Sznaider konstatierten diese Globalisierung und Universalisierung des Holocaust als Referenz und Paradigma für Verbrechen gegen die Menschheit in ihrer 2001 publizierten Studie „Erinnerungen im globalen Zeitalter. Der Holocaust“. Nach Jahrzehnten der Verdrängung durch andere (nationale) Narrative der Erinnerung ist der Holocaust zu einem zentralen Element der politischen Kultur und des Erinnerungsdiskurses in zahlreichen Gesellschaften und sogar zu einem negativen Gründungsmythos von Europa geworden.

Die drei Historiker Jacob S. Eder, Philipp Gassert und Alan E. Steinweis haben einen Band...

Copyright information

© Gesellschaft zur wissenschaftlichen Förderung politischer Literatur e.V. and the Author(s) 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.WienÖsterreich

Personalised recommendations