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Neue Politische Literatur

, Volume 64, Issue 3, pp 576–577 | Cite as

Schulze, Mario: Wie die Dinge sprechen lernten. Eine Geschichte des Museumsobjektes 1968–2000, 404 S., transcript, Bielefeld 2017.

  • Arne SchirrmacherEmail author
Rezension Epochenübergreifende Studien
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Eine Historikerin oder ein Sozialwissenschaftler wird sich vielleicht wundern ob der starken These, die der Kulturwissenschaftler Mario Schulze bereits mit dem Titel seines Buches aufstellt. Wer gewöhnt ist, komplexe und ambivalente Sachverhalte zu differenzieren, sich dem Resultat analytisch schrittweise zu nähern und die Reichweite der Ergebnisse sorgfältig auf den untersuchten Gegenstandsbereich zu begrenzen, wird zunächst enttäuscht. Nach Schulze lässt sich „das Museumsobjekt“ durch eine sich zwischen 1968 und 2000 entwickelnden „Sprache der Dinge“ in vier je etwa zehn Jahre andauernden Etappen beschreiben, welche mit „Schweigen“, „Zeichen“, „Polyphonie“ und „Handeln“ tituliert werden können: „Entscheidend für die Entwicklungsdynamik der Ausstellungsparadigmen war“, so der Autor, „der fundamentale Wandel des Museumsobjektes seit den 1960er Jahren – vom schweigenden Objekt zum sprechenden Ding“ (S. 9).

Die Züricher Dissertation im Fach Kulturanalyse betrachtet lediglich zwei...

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© Gesellschaft zur wissenschaftlichen Förderung politischer Literatur e.V. and the Author(s) 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

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