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Feindbilder und populistische Sprache

  • Ute CaumannsEmail author
Rezension Politikwissenschaften
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Olschanski, Reinhard: Der Wille zum Feind. Über populistische Rhetorik, 200 S., Fink, München/Paderborn 2017.

Reinhard Olschanskis „Der Wille zum Feind“ macht schon im Titel die Ausgangsthese des Werkes klar: Es ist die Feindbildkonstruktion, die im Kern die populistische Rede organisiert und motiviert, ja sogar den Populismus an sich konstituiert. Warum dies so ist, führt der Philosoph und Publizist auf 200 Seiten mit großer Deutlichkeit aus. Dabei geht es ihm nicht primär um die politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Bedingungen. Populismus ist für ihn vor allem eine Stilfrage: Es geht um einen „rhetorischen Politikstil“, den es „beim Wort“ zu nehmen gelte.

Das erste der elf Kapitel führt in die klassische aristotelische Rede ein, um dann die Spezifika der populistischen Rede anhand ihres Umgangs mit einzelnen Redeelementen sowie ihrer Leerstellen herauszuarbeiten. Kapitel 2 befasst sich mit der besonderen Verbindung des populistischen Redners zu seinem Publikum. Die...

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© Gesellschaft zur wissenschaftlichen Förderung politischer Literatur e.V. and the Author(s) 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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