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Geriatrie-Report

, Volume 14, Issue 4, pp 50–50 | Cite as

Neue Praxisdaten zur Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern im Alter

  • Silke Wedekind
Industrieforum
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Aktuelle Analysen aus dem ETNA-AF-Register sprechen für die Sicherheit und Wirksamkeit von Edoxaban bei alternden Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern unter klinischen Routinebedingungen.

Mit zunehmendem Lebensalter steigen bekanntermaßen sowohl die Prävalenz des nicht-valvulären Vorhofflimmerns (nvVHF) und das damit verbundene Schlaganfallrisiko als auch das durch Medikamente induzierte Blutungsrisiko an. „Im klinischen Alltag führt dies leider dazu, dass die zur Schlaganfallprophylaxe nachweislich wirksamen oralen Antikoagulanzien bei Älteren viel zu selten verordnet werden“, informierte Prof. Raffaele De Caterina, Pisa/Italien.

Dies sei insbesondere deshalb kritikwürdig, weil für Nicht-Vitamin-K-abhängige orale Antikoagulanzien (NOAK) wie z. B. Edoxaban (Lixiana®) eine mit Warfarin vergleichbare Wirksamkeit in der Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen embolischen Ereignissen (SEE) bei zugleich verbesserter Blutungssicherheit belegt werden konnte, ergänzte PD Dr. Robert P. Giugliano, Boston (MA)/USA.

Registerdaten zu alternden Patienten

Anlässlich des Kongresses der European Society of Cardiology (ESC) 2019 in Paris/Frankreich wurden weltweite und europäische Analysen des ETNA-AF-Registers vorgestellt, die die bereits bekannten Ergebnisse zum Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil von Edoxaban bei nicht selektierten älteren Patienten mit nvVHF im Real-Word-Setting unterstützen.

So erbrachte die Analyse der Therapieergebnisse von 24.962 weltweit mit Edoxaban behandelten alternden Patienten mit nvVHF und Komorbiditäten nach einjährigem Follow-up eine geringe Rate an schweren Blutungen — einschließlich des hämorrhagischen Schlaganfalls und intrakranieller Hämorrhagien.

Diese Ergebnisse des globalen Registers spiegeln sich auch in einer ergänzend vorgenommenen Snapshot-Real-Word-Analyse wider, die auf den Daten von 12.574 nicht selektierten alternden nvVHF-Patienten (Durchschnittsalter 73,6 Jahre) mit Komorbiditäten aus zehn europäischen Ländern basiert. „Belegt werden konnten auch hier eine niedrige Häufigkeit klinischer Ereignisse: Schwere Blutungen traten mit einer Inzidenz von 1,05%/Jahr und intrakranielle Blutungen mit 0,23%/Jahr auf, Schlaganfälle oder SEE kamen mit einer Inzidenz von 0,82%/Jahr vor“, informierte Prof. Jan Steffel, Zürich.

Literatur

  1. Symposium „Anticoagulation in the aging AF population: perspectives from clinical trials and routine daily practice“, Kongresses der European Society of Cardiology (ESC) 2019; Paris, 2. September 2019; Veranstalter: Daiichi Sankyo DeutschlandGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Silke Wedekind
    • 1
  1. 1.

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